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KLAUSUR: Vom Deismus zum Theismus
Der Text zu eurer Klausur am 4.12. stammt aus dem Oberstufenbuch 'Kursbuch Religion'. Er zeichnet den Weg des Gottesbildes von Luther bis zur Aufklärung nach. Luther selbst war noch sehr stark am biblischen Gottesbild orientiert, das Gott vor allem als Schöpfer sah, der uns das Leben schenkt und erhält (Gr. Katechismus, 1. Artikel). Zu Luthers Zeiten sah man Gott allerdings auf Grund des harten Lebens von Krieg und Naturkatastrophen vor allem als strengen Richter. Trotz des neu auskommenden naturwissenschaftlichen Denkens konnte man zunächst die Einheit des biblischen Gottesbildes und philosophisch geprägten Denkens bei behalten. Erst in den Religionskriegen (in Deutschland der Dreißigjährige Krieg) zerbrach diese Einheit des Denkens. Man bemühte sich nun dem rationalen Denken alleine gerecht zu werden und sah in Gott vor allem ein verusachendes Prinzip. Wie ein Uhrmacher hat Gott nach dieser Vorstellung geschaffen. Einmal angestoßen läuft das Uhrwerk des Kosmos dann ab genau nach Plan und Vorhersehung. Diese Haltung wird Deismus genannt.
