Seit der Aufklärung kommt es immer wieder zu neuen Bewegungen, in denen die Thesen des Atheismus erneuert werden. Die letzte Bewegung trat um das Jahr 2000 auf und wird unter Fachleuten „Der Neue Atheismus“ (Hempelmann) genannt. Neu an dieser Welle ist die Schärfe der Argumentation und der allgemeine Angriff auf das Phänomen Religion und nicht nur gegen die Vorstellung eines theistischen Gottesbildes. Bei genauerem Hinsehen ähnelt die Argumentation in veränderter Form den klassischen Modelle von Feuerbach, Marx oder Freud.
Bekannt geworden ist dabei der englische Biologe und Publizist Richard Dawkins (*1941), der mit seinem Buch „Der Gotteswahn“ (The God Illusion) heftige Diskussionen auslöste. In einer von ihm angeregten Werbekampagne warb er um eine Verstärkung des Atheismus in der britischen Öffentlichkeit. Auf den roten Bussen der Hauptstadt prangte die Aufschrift “There’s probably no god. Now stop worrying and enjoy your life.” (deutsch: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Jetzt höre auf, dir Sorgen zu machen, und genieße dein Leben!“). Obwohl Dawkins mit der Gottesvorstellung in seinem Buch heftig aufräumt, bezeichnet er sich selbst als Agnostiker, da man eben nie zu 100 prozentige Sicherheit sagen könne, dass es Gott nicht gibt.
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