Mu·sik

Substantiv, feminin [die]

1a. Kunst, Töne in bestimmter (geschichtlich bedingter) Gesetzmäßigkeit hinsichtlich Rhythmus, Melodie, Harmonie zu einer Gruppe von Klängen und zu einer stilistisch eigenständigen Komposition zu ordnen; Tonkunst „die klassische, moderne, elektronische Musik“

1b. [ohne Plural] Werk, Werke der Musik (1a) „Musik [von Bach] erklingt“

Musik ist eine Kunstgattung, deren Werke aus organisierten Klängen bestehen, die Empfindungen oder Assoziationen hervorrufen können. Als Ausgangsmaterial dienen Töne, Klänge und Geräusche, sowie deren akustische Eigenschaften, wie Lautstärke bzw. Intensität (Dynamik), Klangfarbe, Tonhöhe und Tondauer.Im Deutschen gibt es für Musik das selten verwendete Synonym Tonkunst.

Musik Genre

Wenn man alle Musikrichtungen zusammenzählen würde, käme man circa auf die 400-500 Stück.

Musikgeschichte

Die frühesten bekannten Instrumente, die eigens zum Musizieren hergestellt wurden, sind die Gänsegeierflöte vom Hohlefels und die Knochenflöten von Geißenklösterle auf der Schwäbischen Alb, die im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren ausgestellt sind. Sie sind mindestens 35.000 Jahre alt.In schriftlosen Kulturen mit animistischen und schamanistischen Religionen war Musik jahrtausendelang Teil der Riten zur Beschwörung von Geistwesen. Bis in die Gegenwart ist diese kultische Musik von Gesang, Trommeln und Tanz geprägt.Auch in den frühen Hochkulturen war die Musik in Ritus und Kult eingebunden. Möglicherweise wurde sie auch im normalen Alltag praktiziert.Die westliche klassische Musik beginnt mit der Musik des Mittelalters.Die europäisch geprägte, westliche klassische Musik wird meist einfach „klassische Musik“ genannt. Dabei geraten andere Musiktraditionen aus dem Blick, die in ihrem Kulturraum eine vergleichbare Rolle spielen, zum Beispiel die klassische arabische Musik und die klassische indische Musik. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Unterhaltungsmusik immer unabhängiger. Unter anderem von der afroamerikanischen Volksmusik beeinflusst, entwickelte sie sich zu einem eigenen Zweig, der schließlich Jazz, Pop- und Rockmusik mit einer Vielfalt jeweils stark differenzierter Einzelgenres hervorbrachte.

Erfindungen wie Mikrofon, Grammophon, Tonbandgerät, Lautsprecher, Audioverstärker und vieles mehr ermöglichten Tonaufnahmen und deren Wiedergabe. Musik ist seitdem in einem zuvor unvorstellbaren Ausmaß präsent und verfügbar, was sich durch Hörfunk und Fernsehen und zuletzt durch die digitale Revolution noch steigerte. In Kaufhäusern und Restaurants, an vielen Arbeitsplätzen und anderen Orten läuft ständig Hintergrundmusik.

Der Musikästhetiker Eduard Hanslick definierte Musik als „Sprache, die wir sprechen und verstehen, jedoch zu übersetzen nicht imstande sind“.

Musik zur Förderung von Empathie

Studien belegen, dass Musik Empathie sowie soziales und kulturelles Verständnis unter Zuhörern fördern kann. Zudem vergrößern musikalische Rituale in Familien und Peer-Gruppen dort den sozialen Zusammenhalt unter den Teilnehmern. Interesse und Musikgeschmack sind Teile der Identität und sorgen somit gleichzeitig für ein Gemeinschaftsgefühl oder eine Abgrenzung gegenüber anderen Menschen. In vielen Situationen kann durch das Hören von Musik das eigene Empfinden aufgearbeitet und somit der Umgang mit der Realität erleichtert werden.

Die Musiktherapie setzt Musik im Rahmen einer therapeutischen Beziehung gezielt ein, um die seelische, körperliche und geistige Gesundheit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern.