Voltaire

Autor, Historiker und Philosoph der französischen und europäischen Aufklärung (1694–1778)

Als Lyriker, Dramatiker und Epiker schrieb Voltaire in erster Linie für das französische Bildungsbürgertum, als Erzähler und Philosoph für die gesamte europäische Oberschicht im Zeitalter der Aufklärung Viele seiner Werke erlebten in rascher Folge mehrere Auflagen und wurden häufig auch umgehend in andere europäische Sprachen übersetzt. Voltaire verfügte über hervorragende Kenntnisse der englischen und der italienischen Sprache und veröffentlichte darin auch einige Texte. Mit seiner Kritik an den Missständen des Absolutismus und der Feudalherrschaft sowie am weltanschaulichen Monopol der katholischen Kirche war Voltaire ein Vordenker der Aufklärung und ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution.

Absoslutismus: Auch absolute Monarchie genannt. Handelt von der Regierung eines aus eigener Machtvollkommenheit handelnden Herrschers.

Feudalherrschaft: Auch Feudalsystem oder Feudalität genannt, bezeichnet in den Sozial-, Rechts- und Geschichtswissenschaften vor allem die Gesellschafts- und Wirtschaftsform des europäischen Mittelalters.

Voltaire kritisiert mit Witz und Sarkasmus die Missstände seiner Zeit, aber auch persönliche Gegner. Meisterhaft beherrschte er hierbei insbesondere das Stilmittel der Ironie und der Parodie. So parodiert die philosophische Erzählung Candide den Liebes-, Abenteuer- und Reiseroman seiner Zeit.

Voltaire hinterließ mit weit über 700 einzelnen Texten eines der umfangreichsten und umfassendsten Werke der Literatur- und Geistesgeschichte.