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| ===== Streit um die Evolutionstheorie ===== | ===== Streit um die Evolutionstheorie ===== |
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| Schon seit dem Erscheinen der Veröffentlichungen von Charles Darwin (1809-1882) ist die Kritik an seiner Evolutionstheorie nicht verhallt. Obwohl diese heute als wissenschaftlich fundiert und in der Praxis moderner Biotechnolgie als Grundlage anerkannt ist, wird sie doch immer wieder in Frage gestellt. Wissenschaftliche Einwände an der Evolutionstheorie sind sicher berechtigt und teilweise notwendig. Und obwohl __alle großen christliche Kirchen in Deutschland die Evolutionstheorie als wissenschaftliche Theorie anerkennen__ (für die evangelische Kirche die EKD), wird sie jedoch vor allem in evangelikal-fundamentalistischen Kreisen nach wie vor bestritten. | Schon seit dem Erscheinen der Veröffentlichungen von Charles Darwin (1809-1882) ist die Kritik an seiner Evolutionstheorie nicht verhallt. Obwohl diese heute als wissenschaftlich fundiert und in der Praxis moderner Biotechnolgie als Grundlage anerkannt ist, wird sie doch immer wieder in Frage gestellt. Wissenschaftliche Einwände an der Evolutionstheorie sind sicher berechtigt und teilweise notwendig. Und obwohl __alle großen christliche Kirchen in Deutschland die Evolutionstheorie als wissenschaftliche Theorie anerkennen__ (für die evangelische Kirche die EKD), wird sie jedoch vor allem in evangelikal-fundamentalistischen Kreisen nach wie vor bestritten. |
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| * Deutlich wissenschaftlicher gibt sich die Vorstellung vom **Intelligent Design**. Auch wenn sie eigentlich nur eine Variante des Kreationismus ist, erscheint sie durchaus plausibler. Ausgehend von der Komplexität der Schöpfung (etwa der Augen oder der Federn), ihrer Schönheit aber auch ihrer Zielgerichtetheit der Natur (Teleologie von telos = Ziel) widerruft man die Vorstellung, dass dies allein ein Resultat des Zufalls oder der Selbstorganisation sein kann. Hinter allen Wundern der Natur und allen natürlichen Prozessen lässt sich viel mehr ein intelligenter Plan entdecken, der nicht zufällig sein kann sondern auf ein intelligentes Design hinweist. Dabei muss nicht unbedingt wie im Kreationismus auf Gott oder den Schöpfer hingewiesen werden aber es ist keine Frage wer damit gemeint ist. | * Deutlich wissenschaftlicher gibt sich die Vorstellung vom **Intelligent Design**. Auch wenn sie eigentlich nur eine Variante des Kreationismus ist, erscheint sie durchaus plausibler. Ausgehend von der Komplexität der Schöpfung (etwa der Augen oder der Federn), ihrer Schönheit aber auch ihrer Zielgerichtetheit der Natur (Teleologie von telos = Ziel) widerruft man die Vorstellung, dass dies allein ein Resultat des Zufalls oder der Selbstorganisation sein kann. Hinter allen Wundern der Natur und allen natürlichen Prozessen lässt sich viel mehr ein intelligenter Plan entdecken, der nicht zufällig sein kann sondern auf ein intelligentes Design hinweist. Dabei muss nicht unbedingt wie im Kreationismus auf Gott oder den Schöpfer hingewiesen werden aber es ist keine Frage wer damit gemeint ist. |
| {{ :religion_tg12_wirklichkeiten:spaghettimonster.png?200|}} | {{ religion_wirklichkeiten:spaghettimonster.png?200|}} |
| * Gegen die massive Infragestellung der Evolutionstheorie aus fundamentalistischen Kreisen (die zum Teil eine Mehrheit der Bevölkerung in Umfragen teilen) formiert sich in den Reihen von Naturwissenschaftlern eine neodarwinistische Position, die auch gerne als **Soziobiologie** bezeichnet wird. Vor allen der englische Biologe **Richard Dawkins** vertritt darin einen atheistisch-materialistischen Naturalismus, der davon ausgeht, dass alles in der Natur allein auf natürlichem Wege durch die bekannten Faktoren (Zufall, Zeit, Mutation und Selektion, 'Suvival Of The Fittest') von selbst entstanden ist. Grundlage dafür ist eine soziobiologische Veranlagung, die Dawkins in seinem bekannten Buch 'Das Egoistische Gen' beschrieben hat. Über die rein wissenschaftliche Auseinandersetzung hinaus greift Dawkins in seinem Buch 'Der Gotteswahn' die theistische Position scharf an und überschreitet so den rein wissenschaftlichen Diskurs. Ähnlich reagierten auch andere Wissenschaftler auf die Forderung evangelikaler Kreis, den Kreationismus in die Lehrpläne der staatlichen Schulen in den USA aufzunehmen. Sarkastisch-polemisch argumentierten sie, man können dann ebenso auch ein 'Fliegendes Spaghetti-Monster' als Urheber der Schöpfung sehen, welches genauso wenig fassbar sei wie der Gott der Kreationisten. | * Gegen die massive Infragestellung der Evolutionstheorie aus fundamentalistischen Kreisen (die zum Teil eine Mehrheit der Bevölkerung in Umfragen teilen) formiert sich in den Reihen von Naturwissenschaftlern eine neodarwinistische Position, die auch gerne als **Soziobiologie** bezeichnet wird. Vor allen der englische Biologe **Richard Dawkins** vertritt darin einen atheistisch-materialistischen Naturalismus, der davon ausgeht, dass alles in der Natur allein auf natürlichem Wege durch die bekannten Faktoren (Zufall, Zeit, Mutation und Selektion, 'Suvival Of The Fittest') von selbst entstanden ist. Grundlage dafür ist eine soziobiologische Veranlagung, die Dawkins in seinem bekannten Buch 'Das Egoistische Gen' beschrieben hat. Über die rein wissenschaftliche Auseinandersetzung hinaus greift Dawkins in seinem Buch 'Der Gotteswahn' die theistische Position scharf an und überschreitet so den rein wissenschaftlichen Diskurs. Ähnlich reagierten auch andere Wissenschaftler auf die Forderung evangelikaler Kreis, den Kreationismus in die Lehrpläne der staatlichen Schulen in den USA aufzunehmen. Sarkastisch-polemisch argumentierten sie, man können dann ebenso auch ein 'Fliegendes Spaghetti-Monster' als Urheber der Schöpfung sehen, welches genauso wenig fassbar sei wie der Gott der Kreationisten. |
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| ==== Material ==== | ==== Material ==== |
| * {{:religion_tg12_wirklichkeiten:was_ist_dran_am_kreationismus_-_geo.doc|GEO: Was ist dran am Kreationismus?}} | * {{religion_wirklichkeiten:was_ist_dran_am_kreationismus_-_geo.doc|GEO: Was ist dran am Kreationismus?}} |
| * {{:religion_tg12_wirklichkeiten:wenn_tiere_reden_koennten.doc|Wenn Tiere reden könnten}} | * {{religion_wirklichkeiten:wenn_tiere_reden_koennten.doc|Wenn Tiere reden könnten}} |
| * {{:religion_tg12_wirklichkeiten:kreationismus_-_sackgasse.doc|Sackgasse Kreationismus}} | * {{religion_wirklichkeiten:kreationismus_-_sackgasse.doc|Sackgasse Kreationismus}} |
| * {{:religion_tg12_wirklichkeiten:hemminger_-_intelligent_design.pdf|Hemminger - Intelligent Design}} | * {{religion_wirklichkeiten:hemminger_-_intelligent_design.pdf|Hemminger - Intelligent Design}} |
| * {{:religion_tg12_wirklichkeiten:ekd-text_intelligent_design_kritisch_betrachtet.pdf|EKD-Text: Intelligent Design kritisch betrachtet}} | * {{religion_wirklichkeiten:ekd-text_intelligent_design_kritisch_betrachtet.pdf|EKD-Text: Intelligent Design kritisch betrachtet}} |
| * {{:religion_tg12_wirklichkeiten:soziobilogie_dawkins-bauer.pdf|Soziobiologie: Dawkins - Bauer}} | * {{religion_wirklichkeiten:soziobilogie_dawkins-bauer.pdf|Soziobiologie: Dawkins - Bauer}} |
| * {{:religion_tg12_wirklichkeiten:zwoelf_basissaetze_der_evolution.doc|Zwölf Basissätze der Evolution}} | * {{religion_wirklichkeiten:zwoelf_basissaetze_der_evolution.doc|Zwölf Basissätze der Evolution}} |
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| ==== Fragen ==== | ==== Fragen ==== |
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| * **Die materialistische Evolutionstheorie** bietet keine Erklärung für eine evolutionäre 'Notwendigkeit' für eine **Vielfalt** ähnlicher Säugetiere wie Nager mit 1999 Arten, Fledertiere mit 977 Arten, 239 Raubtiere und 256 Primatenarten. Es gibt insgesamt 28 verschiedene Säugetierordnungen, also Raubtiere, Beuteltiere, Nagetiere, Hasentiere usw. Die übliche Erklärung ist, dass sich alle Tierstämme verschiedenen Umweltbedingungen angepasst haben und entsprechende Nischen auf der ganzen Erde besetzten. Dabei stellt sich eben die Frage, wozu das Ganze? Und darüber hinaus: Hat man je ein 'Ursäugetier' gefunden, von dem all anderen abstammen? (Bruno Martin) | * **Die materialistische Evolutionstheorie** bietet keine Erklärung für eine evolutionäre 'Notwendigkeit' für eine **Vielfalt** ähnlicher Säugetiere wie Nager mit 1999 Arten, Fledertiere mit 977 Arten, 239 Raubtiere und 256 Primatenarten. Es gibt insgesamt 28 verschiedene Säugetierordnungen, also Raubtiere, Beuteltiere, Nagetiere, Hasentiere usw. Die übliche Erklärung ist, dass sich alle Tierstämme verschiedenen Umweltbedingungen angepasst haben und entsprechende Nischen auf der ganzen Erde besetzten. Dabei stellt sich eben die Frage, wozu das Ganze? Und darüber hinaus: Hat man je ein 'Ursäugetier' gefunden, von dem all anderen abstammen? (Bruno Martin) |
| {{ :religion_tg12_wirklichkeiten:arrival.png?80|}} | {{ religion_wirklichkeiten:arrival.png?80|}} |
| * Der **Genfer Molekularbiologe Andreas Wagner** hält es für ausgeschlossen, dass die Evolution allein durch zufällige Mutationen so etwas komplexes wie das Auge eine Wanderfalken hervorbringen kann. Mit computergesteuerten Simulationen kommt er mit seinem Team zu der Überzeugung, dass weitere Faktoren im Spiel sind, die eine zielgerichtete Entwicklung wahrscheinlicher machen. | * Der **Genfer Molekularbiologe Andreas Wagner** hält es für ausgeschlossen, dass die Evolution allein durch zufällige Mutationen so etwas komplexes wie das Auge eine Wanderfalken hervorbringen kann. Mit computergesteuerten Simulationen kommt er mit seinem Team zu der Überzeugung, dass weitere Faktoren im Spiel sind, die eine zielgerichtete Entwicklung wahrscheinlicher machen. |
| * {{:religion_tg12_wirklichkeiten:wagner_-_arrival_of_the_fittest.pdf|Andreas Wagner - Arrival of the fittest}} | * {{religion_wirklichkeiten:wagner_-_arrival_of_the_fittest.pdf|Andreas Wagner - Arrival of the fittest}} |
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| {{ :religion_tg12_wirklichkeiten:quantenbeat-des-lebens.jpg?80|}} | {{ religion_wirklichkeiten:quantenbeat-des-lebens.jpg?80|}} |
| * Dass auf molekularer Ebene ganz andere Gesetze gelten als im 'normalen Leben' ist seit der Entdeckung der **Quantentheorie** bekannt. Dass dies auch für die Biologie gelten muss ist einer der neueren Ansätze, die Quantenbiologie genannt wird. Nur auf molekularer Ebenen kommt es zu Mutationen - und die geschehen unter den Bedingungen der Quantentheorie als offener und kreativer Prozess, der eher mit Wahrscheinlichkeiten immer neue Möglichkeiten 'ausprobiert' als der planlose Zufall. | * Dass auf molekularer Ebene ganz andere Gesetze gelten als im 'normalen Leben' ist seit der Entdeckung der **Quantentheorie** bekannt. Dass dies auch für die Biologie gelten muss ist einer der neueren Ansätze, die Quantenbiologie genannt wird. Nur auf molekularer Ebenen kommt es zu Mutationen - und die geschehen unter den Bedingungen der Quantentheorie als offener und kreativer Prozess, der eher mit Wahrscheinlichkeiten immer neue Möglichkeiten 'ausprobiert' als der planlose Zufall. |
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