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philosophie_tg13_23-24:cusanus_nicolaus

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 ===== Die cusanische Ontologie: Welt als Andersheit und endliche Unendlichkeit (infinitas finita) ===== ===== Die cusanische Ontologie: Welt als Andersheit und endliche Unendlichkeit (infinitas finita) =====
 +Die­se re­la­tio­na­le Struk­tur als We­sens­be­stim­mung des ei­nen Got­tes über­trägt Nicolaus nun auf sein Welt­bild und ent­wi­ckelt da­mit ei­ne re­la­tio­na­le On­to­lo­gie. Die ge­naue Be­stim­mung der on­to­lo­gi­schen Ebe­ne ist da­bei so­wohl für die Cu­sa­ni­sche ­An­thro­po­lo­gie als auch für sei­ne E­pis­te­mo­lo­gie­zen­tral.
 +Zum ei­nen ist sie (als Welt) der Ort mensch­li­chen Da­seins, zum an­de­ren sind die on­to­lo­gi­schen Struk­tu­ren aber auch die Vor­ga­ben, de­nen je­de Er­kennt­nis­be­we­gung, will sie nicht ih­re ei­ge­ne In­ten­ti­on, Wirk­lich­keit er­ken­nen zu wol­len, ad ab­sur­dum füh­ren, fol­gen muss. 
 +Da­mit re­agiert Cu­sa­nus si­mul­tan auf die Her­aus­for­de­run­gen, Er­kennt­nis- und Wirk­lich­keits­wahr­heit se­pa­rat zu ana­ly­sie­ren und den­noch in Re­la­ti­on zu set­zen – ei­ne Ar­beit, die nicht ge­lin­gen kann oh­ne ei­ne ge­naue Be­stim­mung grund­le­gen­der an­thro­po­lo­gi­scher Vor­ga­ben.
  
  
philosophie_tg13_23-24/cusanus_nicolaus.1717767902.txt.gz · Zuletzt geändert: 2024/06/07 15:45 von nina.brunnhuber