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philosophie_tg13_23-24:cusanus_nicolaus

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philosophie_tg13_23-24:cusanus_nicolaus [2024/06/07 15:20] nina.brunnhuberphilosophie_tg13_23-24:cusanus_nicolaus [2024/06/07 15:48] (aktuell) nina.brunnhuber
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 | Bekannt für      | Philosoph, Theologe, Kardinal, Mathematiker, Physiker, Werk: De concordantia catholica       | | Bekannt für      | Philosoph, Theologe, Kardinal, Mathematiker, Physiker, Werk: De concordantia catholica       |
 | Beeinflusst von  | Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Plotin, Ramon Llull, Bonaventura, ...                 | | Beeinflusst von  | Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Plotin, Ramon Llull, Bonaventura, ...                 |
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 +===== Das cusanische Gottesbild: Innertrinitarische Relationalität =====
 +Der Grundgedanke für sein re­la­tio­na­les Grund­ver­ständ­nis von Sein als Ein­heit in Ver­schie­den­heit fin­det Cu­sa­nus in der ­tri­ni­ta­ri­schen­ Grund­struk­tur des vor­herr­schen­den christ­li­chen Got­tes­ver­ständ­nis­ses, wie er es schon in sei­nem ers­ten gro­ßen phi­lo­so­phi­schen Haupt­werk, der doc­ta igno­ran­tia, ent­wi­ckelt.
 +Die Drei­ei­nig­keit von Gott-Va­ter, dem Sohn Je­sus Chris­tus und dem Hei­li­gen Geist ver­weis­t Nicolaus dar­auf, dass der Ge­dan­ke der Drei­heit in der Ein­heit we­sent­lich ist und so al­les über­steigt.
 +Ein­heit (unitas), Gleich­heit (ae­qua­li­tas) und Ver­knüp­fung (con­ne­xio) sind das­sel­be in der wah­ren und ur­sprüng­li­chen Be­deu­tung des Wor­tes: Die­ses, Das, Das­sel­be - unitas, idi­tas, iden­ti­tas. 
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 +===== Die cusanische Ontologie: Welt als Andersheit und endliche Unendlichkeit (infinitas finita) =====
 +Die­se re­la­tio­na­le Struk­tur als We­sens­be­stim­mung des ei­nen Got­tes über­trägt Nicolaus nun auf sein Welt­bild und ent­wi­ckelt da­mit ei­ne re­la­tio­na­le On­to­lo­gie. Die ge­naue Be­stim­mung der on­to­lo­gi­schen Ebe­ne ist da­bei so­wohl für die Cu­sa­ni­sche ­An­thro­po­lo­gie als auch für sei­ne E­pis­te­mo­lo­gie­zen­tral.
 +Zum ei­nen ist sie (als Welt) der Ort mensch­li­chen Da­seins, zum an­de­ren sind die on­to­lo­gi­schen Struk­tu­ren aber auch die Vor­ga­ben, de­nen je­de Er­kennt­nis­be­we­gung, will sie nicht ih­re ei­ge­ne In­ten­ti­on, Wirk­lich­keit er­ken­nen zu wol­len, ad ab­sur­dum füh­ren, fol­gen muss. 
 +Da­mit re­agiert Cu­sa­nus si­mul­tan auf die Her­aus­for­de­run­gen, Er­kennt­nis- und Wirk­lich­keits­wahr­heit se­pa­rat zu ana­ly­sie­ren und den­noch in Re­la­ti­on zu set­zen – ei­ne Ar­beit, die nicht ge­lin­gen kann oh­ne ei­ne ge­naue Be­stim­mung grund­le­gen­der an­thro­po­lo­gi­scher Vor­ga­ben.
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philosophie_tg13_23-24/cusanus_nicolaus.1717766448.txt.gz · Zuletzt geändert: 2024/06/07 15:20 von nina.brunnhuber