philosophie_tg13_23-24:cusanus_nicolaus
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| philosophie_tg13_23-24:cusanus_nicolaus [2024/06/07 13:43] – nina.brunnhuber | philosophie_tg13_23-24:cusanus_nicolaus [2024/06/07 15:48] (aktuell) – nina.brunnhuber | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ======Nicolaus Cusanus====== | + | ======Nicolaus Cusanus |
| - | {{: | + | |
| + | {{: | ||
| + | Nicolaus Cusanus war ein deutscher Physiker, Philosoph, Kardinal, Theologe und auch Mathematiker, | ||
| + | |||
| + | Nicolaus spielte vor allem in der Auseinandersetzung um die Kirchenreform eine große Rolle, bzw. auch in der Kirchenpolitik generell. Zu Anfang stand er auf dem Konzil von Basel auf der Seite der Mehrheit, welche eine Beschränkung der Befugnisse des Papstes forderte, entschied sich dann jedoch für das päpstliche Lager, welches am Ende die Macht hatte. | ||
| + | |||
| + | 1448 hatte er eine erfolgreiche Karriee als Kardinal, Fürstbischof von Brixen, päpstlicher Legat und Generalvikar im Kirchstaat, aufgrund seines Engagements im Bezug auf päpstlicher Interessen. Dem Adel und den Landfürsten in Brixen gefiel das nicht, wogegen Nicolaus keine Chance hatte und sich nicht durchsetzen konnte. | ||
| + | |||
| + | Durch antikes und mittelalterliches Schrifttum, widmete er sich dem Neoplatonismus. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Gedanken von Gegensätzen, | ||
| + | Theologisch und metaphysisch sah er in Gott den Ort dieser Einheit und ebenfalls in der Staatstheorie und Politik bekannte er sich zu einem Einheitsideal. Sein Ziel war es, eine größtmögliche homogene Einheit zu verwirklichen und Meinungsverschiedenheiten als zweitrangig anzusehen. Seine Ansichten entwickelten einen für diese Zeit ungewöhnlichen und vortschrittlichen Ansatz von religiöser Toleranz, da er sich auch mit dem Islam befasste und diesem teilweise Wahrheit und Daseinsberechtigung zuwies. | ||
| + | |||
| + | |||
| + | ^ Name ^ Nicolaus Cusanus/ Nikolaus von Kues ^ | ||
| + | | Von Bis | geboren: 1401; gestorben: 11. August 1464 | | ||
| + | | Familie | ||
| + | | Bekannt für | Philosoph, Theologe, Kardinal, Mathematiker, | ||
| + | | Beeinflusst von | Platon, Aristoteles, | ||
| + | |||
| + | ===== Das cusanische Gottesbild: Innertrinitarische Relationalität ===== | ||
| + | Der Grundgedanke für sein relationales Grundverständnis von Sein als Einheit in Verschiedenheit findet Cusanus in der trinitarischen Grundstruktur des vorherrschenden christlichen Gottesverständnisses, | ||
| + | Die Dreieinigkeit von Gott-Vater, | ||
| + | Einheit (unitas), Gleichheit (aequalitas) und Verknüpfung (connexio) sind dasselbe in der wahren und ursprünglichen Bedeutung des Wortes: Dieses, Das, Dasselbe - unitas, iditas, identitas. | ||
| + | |||
| + | ===== Die cusanische Ontologie: Welt als Andersheit und endliche Unendlichkeit (infinitas finita) ===== | ||
| + | Diese relationale Struktur als Wesensbestimmung des einen Gottes überträgt Nicolaus nun auf sein Weltbild und entwickelt damit eine relationale Ontologie. Die genaue Bestimmung der ontologischen Ebene ist dabei sowohl für die Cusanische Anthropologie als auch für seine Epistemologiezentral. | ||
| + | Zum einen ist sie (als Welt) der Ort menschlichen Daseins, zum anderen sind die ontologischen Strukturen aber auch die Vorgaben, | ||
| + | Damit reagiert Cusanus simultan auf die Herausforderungen, | ||
| + | |||
| + | |||
| + | |||
| + | |||
philosophie_tg13_23-24/cusanus_nicolaus.1717760606.txt.gz · Zuletzt geändert: 2024/06/07 13:43 von nina.brunnhuber
